Mittwoch, 11. Januar 2012

How to build community


In the late winter of 2005 I traveled to Canada and discovered the country by train. Such a great experience! By the time we had crossed the Rocky Mountains and reached the city of Vancouver, spring had magically arrived within one night. I jumped over to Vancouver Island and found some awesome places, hippie communities,  alternative lifestyles, creative people, organic farmers markets, art, art, art, a crazy botanical garden etc. In one of those local stores I came across this poster. I took a picture of it and have read it several times since and still like it a lot. There is so much to it, so much to dream about. A lot to achieve and a lot to do.

Sonntag, 8. Januar 2012

Zitronen und Cranberries


Mein Opa aus Oldenburg hat in seinem Wintergarten, der eigentlich nur der überdachte Hauseingang ist, einen kleinen, aber feinen Zitronenbaum, der dieses Jahr unglaublicher Weise wahnsinnig viele Früchte trägt. Da hängen momentan mindestens 40 Zitronen dran. Ich ärgere mich sehr, dass ich Weihnachten nur vier Stück davon mitgenommen habe, sonst hätte ich längst einen Limoncello angesetzt, Lemon Curd gemacht etc. Vielleicht muss Opa mir bei Gelegenheit mal ein Zitronenpaket packen...
Mit den vier Zitronen reichte es nur für Zitronen-Cranberry Scones und eine Zitronenbuttermilch. Immerhin rettete mir das mein Sonntagssüß!. Mehr davon findet ihr heute bei Julie.
Meine Liebe für Scones habe ich aus meiner Zeit in Irland, wo ich mit 18 Jahren ein freiwilliges soziales Jahr in einer Behinderteneinrichtung absolviert habe. Dort gab es zur Teepause oft frisch gebackene Scones auf denen die Butter noch zerlief. Bis heute ist jedoch kein Rezept das ich ausprobiert habe an die Köstlichkeit dieser Scones von damals herangekommen. Vielleicht lag es an den frischen Zutaten von unserer Farm, der irischen Luft oder an meiner Erinnerung, aber egal, ich werde nie aufhören, ein wenig zu schwelgen, wenn ich Scones backe...
Das englische Originalrezept für die Scones findet ihr hier, ich habe es aber etwas abgewandelt:

2 Tassen Mehl, 1/4 Tasse Zucker, 2 TL Backpulver und 1 Tasse getrocknete Cranberries mit 4 Esslöffeln kalter, fester Butter die in kleine Stück geschnitten wurde, mischen. Mit der Hand vorsichtig vermengen, ohne dass die Butter zu weich wird.
Die flüssigen Zutaten in einer extra Schüssel anrühren: 3/4 Tasse Buttermilch, 1 großes Ei, 2 Esslöffel Zitronensaft und 1 Esslöffel Zitronenschale (von einer Biozitrone). Die flüssige Mischung vorsichtig unter die trockene heben, so dass diese gerade vermengt sind. Mit einem Löffel große Kleckse auf ein gefettetes Blech häufen und bei 200°C  ca 10-15 Minuten backen.
Am besten direkt mit guter Butter genießen.


Unsere wurden bereits während der Fotosession stibitzt und vernascht... (und zwischendurch wurde auch mal ein Stück Banane dabei pausiert...)


Samstag, 7. Januar 2012

In my pocket


Today I recieved a postcard from Marocco and Senegal. I stuffed it into my coat and all day long I felt very happy to feel it in my pocket. The postcard was sent by my old friend Madita, who is/was traveling North and West Africa in an old white Mercedes Benz together with another friend, Helen, and two other girls. Helen also blogged their journey here. Check it out, its a wild and wonderful story and a lot of fun! Madita though continues to stay in Senegal for a while, building a timbered house (Fachwerkhaus) for the Goethe Institute in Dakar. Being a wandering carpenter (Zimmerin auf Wanderschaft) this is the greatest  job to get I guess. I am very happy for her.
Anyway, my postcard was obviously bought in Rabat, Marocco, then carried all the way through the desert to Senegal and sent off on Christmas eve back home. Surprisingly it arrived in less than two weeks! (I have seen Postcards from Italy and other places within Europe that took way longer...) I love getting special mail like this! I might just leave it in my pocket for a few more days...


Also in my pocket I carried my camera today and shot some "winter" (if you can call this a winter) images on my way to work:



Freitag, 6. Januar 2012

{this moment}

 
Some time back, Soulemama came up with this wonderful tradition:
{this moment} - A Friday ritual. A single photo - no words - capturing a moment     from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. - 

Donnerstag, 5. Januar 2012

Manchmal dauert's etwas länger...


Manchmal frage ich mich wirklich, wieso ich so selten selber Brot backe. Dabei ist selbst gebackenes Brot für mich wirklich ein Genuss für alle Sinne. Zuerst das Kneten des Teiges, spüren, dass die Hände genau wissen, wann der Teig die richtige Zusammensetzung aus Mehl und Flüssigkeit hat. Dann der Duft im ganzen Haus, der sooooo viele wunderbare, heimelige Gefühle in mir weckt. Dann das wohlige Geräusch, wenn man an das fertige, frisch gebackene Brot abklopft und das Knacken und Krachen der Kruste, wenn man die erste Scheibe abschneidet. Bis man schließlich den himmlischen Geschmack des Brotes auf der Zunge spürt, die schmelzende Butter, etwas Salz, so genieße ich immer die erste Scheibe.

Das vor ein paar Tagen mehr oder weniger aus Mehlresten, die von der Weihnachtsbackzeit übrigen geblieben waren, entstandene Brot, gänzlich nach Gefühl, ohne Rezept gebacken, entpuppte sich als mein absolutes Lieblingsbrot und wurde inzwischen mehrere Male aus unserem Ofen geholt.


Das wage Rezept besteht aus ca. 400 Gramm Dinkelmehl, 100 Gramm Roggenvollkornmehl und etwas Weizenmehl zum Kneten und Verbessern der Teigkonsintenz. Dazu ein Päckchen Trockenhefe, etwas Salz und 1 EL Zucker. Zusammen mit ca 350-400ml lauwarmem Wasser mit dem Knethaken zu einem Teig mischen und dann mit den Händen gut durchkneten. Den Kloß mit Mehl bestreuen und mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen (Viel Zeit zum Stricken!). Dann noch mal gut kneten und in eine gefettete Form füllen und noch mal 30 Minuten gehen lassen. Anschließend mit Wasser bestreichen, und mit Haferflocken bestreuen (hilft auch gegen das Austrocknen) und bei 180°C ca 20-25 Minuten backen.


Edit- My favourite bread has no exact recipe but it works some how like this: 
400 Gramm spelt flour, 100 Gramm rye flour and some wheat flour to    improve the texture of the dough. Mix flour with approx. 350-400ml warm water, some salt and 1tbl sugar. Make sure the dough it still  kind of sticky, not dry. Cover and let rise for at least one hour. Knead dough well, grease a baking dish and fill in the dough. Let rise for another half hour. Preheat oven to 180°C. Spread some water on the dough and sprinkle some oats on top to avoid dryness of the bread.Bake for approx. 20-25 Minutes. I usually cover the bread with some tin foil for the last five minutes.


May the year 2012 be the year of the home made bread!
Möge das Jahr 2012 das Jahr der selbstgebackenen Brote werden!

Dienstag, 3. Januar 2012

Sturmvögel

Auch wenn es kein typischer Winter ist, so ist mir der heutige Sturm doch lieber als dieses trübwarme Wetter der letzten Tage. Ich mag es, wenn man den Wind tosen hört und sich jedes lebende Wesen ihm hingibt, weil er nun mal der Stärkste da draußen ist. Wenn mir der Wind die Haare zerzaust, sich durch die Kleidung hindurch frisst und mich von allen Seiten bedrängt, dann fühle ich mich lebendig, denn dann bin ich ein Teil der Natur.
Auch meine Kraniche (gefaltet aus einer chinesischen Zeitung vom Bahnhofskiosk), die ich zum fotografieren "ausführen" wollte, ließen sich sofort betören und wollten mit dem Wind auf und davon, nur ein seidener Faden hinderte sie daran...







Montag, 2. Januar 2012

What it takes...

Yesterday a Ugandan friend of mine invited for dinner. Befor we ate, she made us all stand in a circle, embrace the new year, thank for all the goodness of the past year, sing together and laugh even more. It was good to start with gratefullness of what has been and with anticipation of what might come, before the daily routine has caught up with us again.

Today I started the day cleaning, sorting out most of the christmas decoration, threw out the tree, unpacked (yes, I know it has been a few days since we came back home, shame upon me) a suitcase and did some of the never ending laundry. Then it was time to stop and calm down.

How little it takes sometime to pause the rush of the day. Some tea, some knitting, some beauty and I can breath, inhale the young, fresh new year with all its possibilities.


"Die Teezeremonie, diese präzise Erneuerung der gleichen Handgriffe und des gleichen genußvollen Kostens, dieser Zugang zu einfachen, authentischen und raffinierten Empfindungen, diese einem jeden gegebene Freiheit, für wenig Geld ein Aristokrat des Geschmacks zu werden - denn Tee ist genauso ein Getränk der Reichen, wie das der Armen - die Teezeremonie also hat die außergewöhnliche Macht, in die Absurdität unserer Leben eine Lichtung aus beschaulicher Harmonie zu zaubern. Ja, die Welt ist auf die Leere ausgerichtet, die verlorene Seelen beweinen die Schönheit, die Bedeutungslosigkeit kreist uns ein. Trinken wir also eine Tasse Tee. Stille tritt ein, man hört den Wind draußen blasen, die Herbstblätter  rascheln und fliegen davon, die Katze schläft in einem warmen Licht. Und in jedem Schluck verklärt sich die Zeit." 

Ein Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher: "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery.