Samstag, 10. Dezember 2011

Ein Samstagabend

Die Woche ging zu Ende mit jeder Menge Trubel, einer dicken Erkältung und zu vielen Terminen und To-Do-Listen für die kommende Arbeitswoche (ich arbeite immer von Dienstags bis Samstags). 
Doch jetzt komme ich so langsam an, im Wochenende: Sonntagssüßduft zieht durch die Wohnung und ich habe im WDR ein wunderbares Adventskonzert entdeckt, das ich neben dem, was noch so zu tun ist, als Hörspiel laufen lasse. Dabei habe ich auch schon eine kleine Entdeckung gemacht: die Oboe. Was für ein wunderbares, wohlklingendes Instrument und ich habe es vorher noch nie so richtig bewusst wahrgenommen. Doch die Stücke in diesem Adventskonzert, gespielt von Ivan Podyomov, haben mich sehr berührt. Dabei bin ich eigentlich gar nicht so ein Klassikfan, aber manchmal, gerade im Advent, tut es einfach nur gut sich dem hinzugeben. Wer sich gerne mal etwas von Ivan Podyomov anhören möchte kann das z.B. hier tun.







Ausserdem freue ich mich sehr über eine weitere weihnachtlich gewordene Ecke im Wohnzimmer. Ein Zweig aus dem Wald, mit rosaroten Blüten die ich noch nie vorher gesehen habe. Er leuchtete zwischen all dem silbergrau, matschbraun und moosgrün im  Wald und wollte zu uns ins Wohnzimmmer. Stolz trägt er nun seine goldenen Glöckchen, als wäre es seine Idee gewesen, diese zwischen seine Blüten zu hängen.

Freitag, 9. Dezember 2011

{this moment}

Some time back, Soulemama came up with this wonderful tradition:
{this moment} - A Friday ritual. A single photo - no words - capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. - 
If you're inspired to do the same, leave a link to your 'moment' in the comments for all to find and see.


Donnerstag, 8. Dezember 2011

Vor einem Winter



Ich mach ein Lied aus Stille
Und aus Septemberlicht.
Das Schweigen einer Grille 
geht ein in mein Gedicht.

Der See und die Libelle.
Das Vogelbeerenrot.
Die Arbeit einer Quelle.
Der Herbstgeruch von Brot.

Der Bäume Tod und Träne.
Der schwarze Rabenschrei.
Der Orgelflug der Schwäne,
Was es auch immer sei,

Das über uns die Räume
Aufreißt und riesig macht
Und fällt in unsere Träume
In einer finstern Nacht.

Ich mach ein Lied aus Stille.
Ich mach ein Lied aus Licht.
So geh ich in den Winter.
Und so vergeh ich nicht.

(Eva Strittmatter)


Dieses wunderbare Gedicht hat sich in den letzten Tagen bei mir eingenistet. Es war in meinem Adventskalender, von "Andere Zeiten", den ich so sehr liebe und der mich seit Jahren durch den Advent begleitet. Auf einem Waldspaziergang entstand am selben Tag dieses Foto, ich finde, es passt zusammen.
Wann er wohl kommt dieses Jahr, der Winter? Und ob er wieder so eindrücklich wird wie im letzten Jahr? Ich hätte heute beinahe einen Schlitten für Aaron gekauft...

Dienstag, 6. Dezember 2011

Klammheimlich kam der Nikolaus

(Engelsflügelkekse in Schoko mit Zitronenguß nach einer Idee von Katrin)

Der Nikolaus war da! Still und leise wurden, nachdem der Junge im Bett war, die Stiefel gefüllt. Leider passt in Schuhgröße 21 außer ein paar Nüssen noch nicht viel hinein, daher liegen der Hefenikolaus und der Apfel neben den Schuhen. Dazu kamen noch ein paar Klingelsöckchen in die Schuhe, gestrickte Socken vom Flohmarkt die nur rumflogen weil er in denen immer ausrutschte hab ich mit Sockenstoppern versehen und Glöckchen dran genäht.
So richtig viel versteht man zwar mit 15 Monaten noch nicht vom Nikolaus, und auch die Stiefel wurden noch von Mama geputzt, aber ein bisschen Traditionsetablierung muss trotzdem schon sein. Das sind schließlich u.a. die Dinge, über die ich mich als frischgebackene Mama so sehr freue.

To find out more about the German tradition of St. Nikolaus you can check here.


This morning Aaron found his shoes in front of his door and there was this big guy made from sweet bread, an apple and jingle socks:



Happy Nikolaus to you all!

Montag, 5. Dezember 2011

Brot aus der Dose

Das Brot war alle. Ganz plötzlich und unerwartet, an einem Sonntagabend. So musste dann die schon länger vor sich hin dümpelnde Brotbackmischung vom Aldi zur Rettung herhalten. Ich hatte jedoch Lust verschiedene Dinge unter den Teig zu mischen. Da ich schon seit längerem Blechbüchsen für Aaron sammle beschloss ich mal auszuprobieren ob man auch darin Brot backen könnte. Man kann!!! Ich bin total begeistert. Es gab ein Brot mit Honig und Anissamen, eines mit einer feurigen Gewürzmischung und eines mit frischem Rosmarin. Und alle sind soooo köstlich und genau richtig geworden in den Dosen (ich hatte auch eine Kinder-Kastenform).


Und jetzt habe ich auch endlich eine Idee für das perfekte Mitbringessen für unser Weihnachtsbrunch am  4. Advent. In den nächsten Wochen werden noch ein paar Dosen gesammelt und dann gibt es vier verschiedene Sorten Roggenbrot und vier süße Hefeteigvarianten oder Panettone. 
Man mag sich wundern, wie man denn diese Dosenbrote am besten schneidet. Es ist viel praktischer als man denkt, man schneidet einfach von unten runde Scheiben ab und kann es so sogar immer auf die Schnittstelle stellen und diese trocknet nicht so schnell ein. 
Natürlich wäre es noch viel toller, wenn man statt der Backmischung direkt den Teig selbst macht, aber manchmal kann ein bisschen schummeln auch nett sein...

Samstag, 3. Dezember 2011

Muskatnuß und Kirsche




Myristica Fragrans


"...Und wenn ein Mensch die Muskatnuß ißt, öfnet sie sein Herz und reinigt seinen Sinn und bringt ihm einen guten Verstand. Pulverisiert die Muskatnuß und in gleichem Gewicht Zimt und etwas Nelken. Und mit diesem Pulver und Semmelmehl und etwas Wasser bereite er Törtchen und er esse diese oft und es dämpfe die Bitterkeit seines Herzens, seines Geistes und öffne seine stumpfen Sinne, und es macht seinen Geist fröhlich und mindert alle schädlichen Säfte."

So ein Sonntagssüß kann man wohl gebrauchen! Mehr davon gibt es heute bei Katrin.

Dieses Rezept habe ich vor Jahren mal von einer Freundin bekommen. Es handelt sich dabei wohl um ein Rezept aus dem Mittelalter, das dann ein wenig an unsere Backgewohnheiten angepasst wurde, eigentlich war es für die doppelte Menge ausrechnet, ich habe es mal halbiert und immer noch Kekse für den Rest des Monats herausbekommen:

20g Muskatnußpulver

20g Zimt
5g Nelkenpulver
500g Dinkelmehl
150g Rohrzucker
250g Butter
2 Eier
1 Prise Salz

(ggf. Puderzucker, ein Eiweiß und etwas Zimt zur Dekoration)

Gewürze mischen, unter das Mehl rühren, weiche Butter und die Eier dazu, gut kneten und falls zu trocken etwas Wasser zu geben. Ca 1 Stunde kaltstellen, dann ausrollen und Kekse ausstechen.
Bei 180°C ca. 5-8 min backen.

Täglich ca 4-8 Stück essen. Achtung, für Kinder ist ein Verzehr auf Grund des hohen Gewürzanteils nicht unbedingt zu empfehlen.

Die Kekse sind wirklich köstlich und lassen mich von orientalischen Gewürzbasaren träumen.

Da wir heute allerdings auch Besuch von mehreren Kindern hatten und ich nicht wollte, dass diese Unmengen an Gewürzen zu sich nehmen, haben wir zusammen noch die Lebkuchenmuffins vom letzten Sonntag nachgebacken. Sie waren so erfolgreich, dass ich es nicht geschafft habe, Fotos zu machen, bevor sie wieder verschwunden waren. Dazu gabs Gewürzkakao.


Der 4. Dezember ist ja auch der Barbaratag, an dem man sich Kirschzweige schneidet und in die Vase stellt, so dass sie dann zu Weihnachten blühen. Ein schöner Brauch, so kommt auch etwas Kirschenzeit in den Dezember... Leider gibt es bei uns keinen Kirschbaum von dem ich Zweige schneiden könnte und auch ein Blumenladen der Sonntags geöffnet hat, ist nicht um die Ecke. Als ich dann gegen Mittag endlich einen entdeckt hatte, gab es dort keine Kirschenzweige mehr, da Mon Cheri angefangen hat, mit diesem Tag Werbung zu machen, und dem zu Folge jetzt jeder auf die Idee mit den Zweigen kommt, wie mir die Blumenhändlerin erläuterte. Zweige bekam ich trotzdem noch, allerdings von der Quitte, und blühen tun sie auch schon, fast ein bisschen schade, aber trotzdem wunderschön!

Ich wünsche euch einen wunderschönen zweiten Advent und einen guten Start in die kommende Woche!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Wilder 1.Dezember

Puh, das war mal ein wilder Tag: voller Termine, laut, leise, stressig, gemütlich, alles bunt durcheinander und deshalb im Rückblick erfüllend.
Zwischen all dem Chaos, quengelndem Kind, zu spätem Mann, Klientin mit Liebeskummer, Gespräch mit Chefin etc. waren ein paar schimmernde Momente die leuchten noch immer:
Der erste war meine kleine Mittagspause beim Lieblingsmarokkaner Casablanca in Köln Kalk. Leider, leider bin ich viel zu selten in diesem Stadtteil, sonst würde ich dort wahrscheinlich täglich einkehren und für 3 Euro dampfende Harira schlürfen und mir das Leben mit Pfannkuchen (Msemen) mit Honig und allerlei anderen klebrigen, nach Rosenwasser duftenden Backwaren versüßen lassen. So, so wunderbar ist es dort! Und es gibt mein absolutes Traummilchshake aus Avocado und Datteln, seufz... und herrlich süßen Minztee...  Hach! Wollte dort gerne ein Bild für euch machen, aber ich hatte nur mein Diensthandy dabei, da gibts nur schlechte Bilder mit, ich zeig's euch trotzdem.

(Das waren die Honigpfannkuchen und der himmlische Avocado-Dattelshake)

Dann musste ich ein Päckchen zur Port bringen. Na prima, dachte ich, hast du dir echt den besten Zeitpunkt für ausgesucht, 1. des Monats nach Feierabend, da kannste dann mal so ne Stunde für einplanen. In der Kalker Post bin ich direkt wieder aus der Tür angesichts der langen Schlange, nahm die S-Bahn nach Porz zu meiner nächsten Klientin (der mit dem Liebeskummer) und versuchte nach dem Termin mein Glück bei der dortigen Post ein weiteres Mal. Und siehe, ein Wunder! 17:30 und nur drei Leute vor mir, allesamt gut gelaunt. Der Postbeamte (hm, sind diese Leute heutzutage wirklich noch verbeamtet und wie nennt man sie sonst?) grummelte zwar zunächst ein wenig ob meiner Bitte um eine möglichst schöne Briefmarke für mein Wichtelpäckchen, aber das war wohl nur so, denn dann machte er sich doch tatsächlich die Mühe, mir statt einer einzigen hübschen 4,10 Euro Marke, ZEHN verschiedene Marken mit Blumenmotiven kopfrechnend zusammen zu kleben. Da musste dann gleich noch mal mein Diensthandy ran:


Und ich verließ beschwingten Schrittes die Post. Wann hat mich wohl das letzte Mal ein Besuch bei der Post glücklich gemacht?
Im Anschluss gabs dann noch eine kleine Bastelaktion mit der letzten Klientin des Tages, die sich riesig über ihre Papierschneeflocken freute.

Ab nach hause!!!